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Das Cannabis Grow‑Lexikon

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Drain (Abflusswasser)

MEDIUMMESSUNGTECHNIK

Drain bezeichnet das Abflusswasser, das beim Gießen durch den Topf läuft und unten herauskommt. Das Messen von Drain-EC und Drain-pH ist eines der wertvollsten diagnostischen Werkzeuge im Grow. Das Abflusswasser trägt Informationen aus dem Inneren des Substrats nach außen, die man sonst nicht sieht.

// WARUM OHNE DRAINAGE NICHT GEHEN

Jeder Topf braucht Abflusslöcher. Stehendes Wasser in der Topfbasis führt zu Sauerstoffmangel an den Wurzeln, Wurzelfäule (Pythium) und Salzanreicherung. Als Faustregel gilt: Beim Gießen sollten etwa 10–20% des eingebrachten Wasservolumens als Drain ablaufen. Wer zu geizig mit dem Gießen ist und keinen Drain produziert, riskiert Salzaufbau im Substrat.

// DRAIN-EC: SALZAUFBAU ERKENNEN

Die Drain-EC mit dem EC-Meter messen und mit der Eingabe-EC vergleichen:

Richtwert: Drain-EC sollte nicht mehr als 0,5–1,0 mS/cm über der Eingabe-EC liegen. Bei dauerhaft hoher Drain-EC: spülen.

// DRAIN-PH: SUBSTRAT-PH VERSTEHEN

Der pH des Abflusswassers zeigt den pH-Zustand im Substrat an:

// DRAIN-TO-WASTE VS. RECIRCULATING

Beim Drain-to-Waste-System wird das Abflusswasser entsorgt. Es ist die einfachere und hygienischere Methode für die meisten Homegrower. Beim Recirculating-System wird das Abflusswasser gesammelt, aufbereitet und erneut verwendet. Effizienter beim Wasserverbrauch, aber komplexer in der Verwaltung von pH und EC.

// DRAINAGE IN DER PRAXIS

Untersetzer oder Auffangschalen nicht dauerhaft mit Wasser stehen lassen. Nach dem Gießen spätestens nach 30 Minuten entleeren. Wer das Abflusswasser regelmäßig misst, hat den besten Einblick in den Zustand seines Substrats und kann Probleme früh erkennen, bevor sie sich an der Pflanze zeigen.