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THC-ABBAU-RECHNER:

WANN IST DER 3,5 NG/ML GRENZWERT UNTERSCHRITTEN?

Berechne, wann dein THC-Wert im Blutserum voraussichtlich unter den gesetzlichen Grenzwert von 3,5 ng/ml fällt. Seit dem 22. August 2024 gilt dieser Wert verbindlich nach §24a StVG, eingeführt mit dem Cannabisgesetz (CanG, in Kraft seit 1. April 2024) und hochgesetzt vom früheren Nachweisgrenzwert von 1,0 ng/ml. Kostenlos, anonym, ohne Anmeldung.

3,5 ng/ml
GRENZWERT (DE)
§24a
STVG
20 - 72h+
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WARUM IST ES SO INDIVIDUELL?
THC ist fettlöslich und lagert sich im Fettgewebe ab. Körperfettanteil, Stoffwechsel und Konsumfrequenz bestimmen, wie schnell der Abbau erfolgt. Deshalb gibt es keine universelle Antwort.
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WAS GILT RECHTLICH IN DE?
Seit 2021 gilt ein Grenzwert von 3,5 ng/ml THC im Blutserum für Fahrzeugführer (§24a StVG). Eine Überschreitung kann Bußgelder, Punkte in Flensburg und Fahrverbot bedeuten.
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WIE FUNKTIONIERT DAS MODELL?
Das Tool nutzt ein zweiphasiges Pharmakokinetik-Modell (Alpha-Phase und Beta-Phase) basierend auf dem Zwei-Kompartiment-Modell nach Huestis et al. (2002). Die Halbwertszeit wird basierend auf Konsumtyp und Körperdaten individuell berechnet. Der gesetzliche Grenzwert von 3,5 ng/ml ist in §24a StVG (gesetze-im-internet.de) sowie im Cannabisgesetz (CanG) geregelt.
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Das hängt stark von deinem Konsumverhalten ab. Bei Gelegenheitskonsumenten (wenige Male pro Woche) ist THC im Blutserum in der Regel nach 12 bis 48 Stunden unter die Nachweisgrenze gesunken. Bei regelmäßigen Konsumenten kann der Wert aufgrund der Einlagerung im Fettgewebe deutlich länger erhöht bleiben, teils über mehrere Tage. Der gesetzliche Grenzwert von 3,5 ng/ml für den Straßenverkehr ist dabei eine andere Messgröße als der reine Nachweis.
Seit der Cannabislegalisierung in Deutschland gilt ab dem 22. August 2024 ein THC-Grenzwert von 3,5 ng/ml THC im Blutserum für Fahrzeugführer (§24a StVG). Wer diesen Wert überschreitet, riskiert ein Bußgeld ab 500 Euro, einen Punkt in Flensburg sowie ein einmonatiges Fahrverbot. Für Fahranfänger und Personen unter 21 gilt ein strengeres Nulltoleranzgebot.
Nein. Das subjektive Gefühl von Nüchternheit hat wenig mit dem tatsächlichen THC-Blutwert zu tun. THC verbleibt lange nach dem Ende der spürbaren Wirkung im Blut, besonders bei regelmäßigem Konsum. Auch wenn du dich nach einigen Stunden vollkommen klar fühlst, kann dein Blutwert noch deutlich über dem gesetzlichen Grenzwert liegen. Im Zweifel: Fahrzeug stehen lassen.
Der Abbau verläuft in zwei Phasen. In der Alpha-Phase (ca. 30 Minuten nach dem Rauchen) verteilt sich THC schnell aus dem Blut in die Organe und das Fettgewebe. In der deutlich langsameren Beta-Phase wird THC aus den Fettdepots langsam wieder ins Blut abgegeben und über die Leber zu THC-COOH metabolisiert und ausgeschieden. Bei täglich Konsumierenden kann sich THC über Wochen im Fettgewebe anreichern, was die Abbauzeit erheblich verlängert.
Der Effekt ist gering und wissenschaftlich nicht ausreichend belegt. Viel Wasser kann zwar die Ausscheidung von wasserlöslichen Abbauprodukten (z.B. THC-COOH im Urin) etwas beschleunigen, hat aber kaum Einfluss auf die Blutkonzentration von THC selbst. Sport erhöht kurzfristig sogar die THC-Blutkonzentration, da Fettgewebe abgebaut und eingelagertes THC freigesetzt wird. Verlässliche Abkürzungen gibt es nicht.
Der Rechner basiert auf einem wissenschaftlichen Zwei-Kompartiment-Pharmakokinetik-Modell und gibt realistische Schätzwerte für typische Szenarien. Er berücksichtigt Konsumtyp, Körperfettanteil (via Deurenberg-Formel), Menge, THC-Gehalt und Konsumform. Trotzdem gilt: Der individuelle Abbau hängt von Faktoren ab, die kein Rechner vollständig erfassen kann. Die Ergebnisse sind keine Garantie und ersetzen keine medizinische Messung. Im Zweifel nicht fahren.
Zunächst erfolgt meist ein Speicheltest am Straßenrand. Fällt dieser positiv aus, folgt eine Blutentnahme zur genauen Bestimmung des THC-Serumspiegels. Bei einem Wert über 3,5 ng/ml drohen nach §24a StVG: 500 Euro Bußgeld, 1 Punkt in Flensburg und 1 Monat Fahrverbot (Ersttäter). Bei Unfällen oder Verdacht auf Fahruntüchtigkeit können zusätzlich strafrechtliche Konsequenzen und eine MPU (Medizinisch-Psychologische Untersuchung) folgen.
Ja, deutlich. Bei oraler Einnahme (Edibles) ist die Bioverfügbarkeit niedriger (ca. 6 bis 20 %) und die Aufnahme ins Blut erfolgt langsamer. Der Peak wird erst nach 1 bis 3 Stunden erreicht, statt nach wenigen Minuten beim Rauchen. Dafür hält die erhöhte Blutkonzentration länger an. Dieses Tool berücksichtigt beide Konsumformen getrennt in seiner Berechnung.
Beide Tests messen THC, aber auf unterschiedliche Weise und mit unterschiedlichen Zeitfenstern. Der Speicheltest (Oraler Fluid Test) wird bei Polizeikontrollen am Straßenrand eingesetzt und schlägt bei frischem Konsum zuverlässig an. Er erfasst THC in der Mundschleimhaut und ist in der Regel nur wenige Stunden nach dem Konsum positiv. Der Bluttest dagegen misst die genaue THC-Konzentration im Serum und ist die rechtlich bindende Grundlage für den Grenzwert von 3,5 ng/ml. Er ist deutlich sensitiver und kann bei regelmäßigem Konsum auch nach mehreren Tagen noch erhöhte Werte zeigen. Ein negativer Speicheltest schließt einen positiven Bluttest also nicht zwingend aus.
Indirekt ja. CBD und THC werden über dieselben Leberenzyme abgebaut, vor allem über CYP2C9 und CYP3A4. Hohe CBD-Dosen können diese Enzyme hemmen und damit den Abbau von THC verlangsamen, was die Konzentration im Blut länger erhöht halten könnte. Der Effekt ist jedoch in normalen Konsummengen bislang wissenschaftlich nicht eindeutig belegt. CBD selbst ist in Deutschland nicht durch den §24a-Grenzwert erfasst und hat keinen direkten Einfluss auf deinen THC-Messwert. Wer CBD-Produkte mit Restmengen THC konsumiert, sollte aber wissen, dass auch diese zu einem positiven Testergebnis beitragen können.
Unter normalen Alltagsbedingungen ist das sehr unwahrscheinlich. Studien zeigen, dass passives Einatmen von Cannabisrauch in gut belüfteten Räumen in der Regel nicht ausreicht, um den gesetzlichen Grenzwert von 3,5 ng/ml zu erreichen. Anders sieht es in extremen Situationen aus: In kleinen, unbelüfteten Räumen mit sehr starkem Rauch über längere Zeit wurden in einzelnen Studien messbare THC-Konzentrationen im Blut nachgewiesen. Als Schutzargument gegenüber der Polizei ist Passivrauchen jedoch kaum geeignet, da Gerichte diese Erklärung ohne konkrete Nachweise in der Regel nicht anerkennen.