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Das Cannabis Grow‑Lexikon

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Lollipopping

TRAININGTECHNIKBLÜTEERTRAG

Lollipopping bezeichnet das gezielte Entfernen aller Untertriebe und kleinen Seitenäste im unteren Bereich der Pflanze, typischerweise beim Übergang in die Blüte. Der Name kommt vom Aussehen der Pflanze danach: ein langer, kahler Stängel mit einer buschigen Krone oben, wie ein Lolli am Stiel.

// WARUM LOLLIPOPPING SINNVOLL IST

Im unteren Bereich der Pflanze herrscht Lichtarmut. Triebe dort erhalten so wenig Licht, dass sie nie zu vollwertigen Kolas heranwachsen. Stattdessen bilden sie sogenannte Popcorn Buds: kleine, lockere, harzarme Blüten mit schlechtem Verhältnis von Blütenmasse zu Stängelanteilen. Diese Popcorn Buds verbrauchen aber Energie, die die Pflanze sonst in die oberen Hauptkolas investieren würde.

Lollipopping leitet diese Energie gezielt um. Die Pflanze konzentriert alle Ressourcen auf die Kolas im Lichtbereich. Das Ergebnis sind dichtere, schwerere, hochwertigere Buds oben.

Faustregel: Alles unterhalb der untersten 30–40% der Pflanzenhöhe entfernen. Was kein direktes Licht bekommt, fliegt raus.

// WANN LOLLIPOPPEN?

// WAS GENAU ENTFERNEN?

// LOLLIPOPPING MIT SCROG

Beim SCROG ist Lollipopping Standard. Sobald das Netz bedeckt ist und die Blüte beginnt, werden alle Triebe unterhalb des Netzes vollständig entfernt. Das Netz wird zur Trennlinie: oben Kolas, unten nichts. Diese Kombination ist eine der effektivsten Methoden für maximalen Ertrag bei Indoor-Cannabis.

// ZU VIEL LOLLIPOPPING: WANN IST ES ZU AGGRESSIV?

Wer zu viel auf einmal entfernt, kann die Pflanze erheblich stressen. Als Richtwert gilt: Nie mehr als 30% der Blattmasse auf einmal entfernen. Lieber in zwei Durchgängen mit ein paar Tagen Abstand. Schwache oder kranke Pflanzen nicht lollipoppen, bis sie sich erholt haben.