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Das Cannabis Grow‑Lexikon

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Zwitter (Hermaphrodit)

BIOLOGIEPROBLEMEERNTEDIAGNOSE

Ein Zwitter oder Hermaphrodit ist eine Cannabispflanze, die sowohl weibliche Blüten als auch männliche Strukturen ausbildet. Damit kann sie sich selbst bestäuben oder andere weibliche Pflanzen im Growraum befruchten. Das Ergebnis: samenhaltiges Gras mit deutlich reduzierter Qualität und Wirkstoffgehalt. Zwitter sind eines der ärgerlichsten Probleme im Indoor-Grow.

// WIE ENTSTEHT EIN ZWITTER?

Genetische Veranlagung

Manche Sorten haben eine genetisch erhöhte Neigung zur Hermaphrodisierung. Günstige Samen aus unzuverlässigen Quellen oder Sorten mit instabiler Genetik sind anfälliger. Hochwertige feminisierte Samen von seriösen Saatgutbanken haben dieses Risiko deutlich reduziert, aber nie vollständig eliminiert.

Stress

Cannabis entwickelt männliche Blütenstrukturen als Überlebensmechanismus unter extremem Stress. Die Pflanze versucht sicherzustellen, dass sie sich vor ihrem Tod noch fortpflanzen kann. Häufige Stressauslöser:

// ERKENNUNGSMERKMALE

Pollensäcke

Kleine, runde bis birnenförmige Säckchen zwischen den Blütenkelchen. Sie sehen aus wie Mini-Trauben und sind grün bis gelblich. Deutlich sichtbar mit bloßem Auge. Ein einzelner offener Pollensack kann hunderte Blüten bestäuben.

Bananen (Nanners)

Schmalere, bananenartige gelbe Strukturen, die direkt aus den Buds herauswachsen, oft zwischen den Trichomen versteckt. Bananen sind reifer Pollen und schon beim Erscheinen geöffnet. Besonders heimtückisch, weil schwerer zu entdecken als Pollensäcke.

Tägliche Kontrolle: In der Blüte täglich kurz die Pflanzen inspizieren, besonders die Blütenansätze. Zwitter früh entdeckt können den Grow noch retten.

// WAS TUN BEI EINEM ZWITTER?

// ZWITTER-SAMEN: NICHT WEITERVERWENDEN

Samen aus einer Zwitter-Pflanze haben eine erhöhte genetische Neigung zur Hermaphrodisierung. Sie weiterzuziehen ist für den Homegrow nicht empfehlenswert. Nur Samen aus bewusst gezüchteten stabilen Kreuzungen verwenden.

// VORBEUGUNG

// HÄUFIGE FRAGEN

Wie erkenne ich einen Zwitter?

An kleinen gelbgrünen Pollensäcken zwischen den Blüten, die wie winzige Bananen aussehen, oder an kugeligen Strukturen an den Triebansätzen. Sie treten meist erst in der Blüte auf.

Was löst Zwitterbildung aus?

Stress. Am häufigsten Lichtlecks in der Dunkelphase, dazu Hitzestress, Beschädigungen an der Pflanze, extreme Nährstoffabweichungen und eine deutlich überzogene Blütezeit. Eine genetische Veranlagung kommt hinzu.

Was mache ich mit einer Zwitterpflanze?

Bei wenigen Pollensäcken lassen sie sich vorsichtig entfernen und die Pflanze weiter beobachten. Bei starkem Befall sollte sie aus dem Zelt, sonst bestäubt sie den gesamten Durchgang und alle Blüten setzen Samen an.

Kann ich Samen von einem Zwitter verwenden?

Besser nicht. Sie geben die Neigung zur Zwitterbildung weiter und bringen dasselbe Problem im nächsten Durchgang zurück.

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