| Schritt | Wert | Angenommen |
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Nur bei leichtem Unterdruck geht die gesamte Abluft durch den Aktivkohlefilter. Bei Überdruck drückt geruchsbeladene Luft durch Reißverschlüsse und Kabeldurchführungen nach draußen, am Filter vorbei.
Ein richtig eingestelltes Zelt zieht die Wände sichtbar leicht nach innen. Bläht es sich nach außen, ist die Zuluft zu stark oder die Abluft zu schwach.
Das hängt von zwei Dingen ab, die getrennt gerechnet werden müssen. Erstens vom Luftwechsel: Zeltvolumen mal 30 bis 60 pro Stunde, je nachdem wie warm der Aufstellraum ist. Zweitens von der Wärmeabfuhr: Je mehr Watt im Zelt hängen und je geringer die zulässige Übertemperatur, desto mehr Luft muss bewegt werden. Maßgeblich ist immer der größere der beiden Werte. Bei starker LED in einem kleinen Zelt ist fast immer die Wärme der Engpass, nicht der Luftwechsel.
Weil die Herstellerangabe in m³/h fast immer die freie Förderleistung ohne jeden Widerstand ist. Sobald ein Aktivkohlefilter, ein Flexschlauch und ein paar Bögen dranhängen, bleibt davon deutlich weniger übrig. Der Filter allein kostet typischerweise um die 30 Prozent. Dazu kommt, dass ein Ventilator, der auf voller Stufe laufen muss, deutlich lauter ist als einer mit Reserve, den man herunterregeln kann.
Als Richtwert etwa 25 bis 35 Prozent bei einem sauberen Filter. Dieser Rechner setzt 30 Prozent an. Mit zunehmender Staubbeladung steigt der Widerstand weiter, deshalb ist eine Reserve sinnvoll. Ein Vorfilter, der regelmäßig gewaschen wird, verlängert die Standzeit spürbar.
Der Durchmesser ergibt sich aus dem Volumenstrom und der Luftgeschwindigkeit im Rohr. Als leise gilt etwa 4 Meter pro Sekunde, ab ungefähr 6 Metern pro Sekunde wird Strömungsgeräusch hörbar. Der Rechner schlägt die nächstgrößere Normgröße vor und zeigt die tatsächliche Geschwindigkeit dazu. Ein zu enges Rohr erzeugt Lärm und kostet Leistung, ein zu weites schadet nicht.
Bei passiver Zuluft sollte die freie Öffnungsfläche etwa dem Dreifachen des Abluftrohrquerschnitts entsprechen. Dann strömt die Luft langsam und leise nach. Ist die Öffnung zu klein, muss der Ventilator gegen den Unterdruck arbeiten, verliert Leistung und wird laut. Bei aktiver Zuluft sollte der Zuluftventilator rund 80 Prozent der Abluftleistung haben, damit im Zelt ein leichter Unterdruck bleibt.
Weil nur bei Unterdruck die gesamte Abluft durch den Aktivkohlefilter geht. Herrscht Überdruck, weil die Zuluft stärker ist als die Abluft, drückt geruchsbeladene Luft durch jede Ritze, jeden Reißverschluss und jede Kabeldurchführung nach draußen, am Filter vorbei. Ein korrekt eingestelltes Zelt zieht die Wände sichtbar leicht nach innen.
In der Regel ja, wenn auch gedrosselt. Die Pflanze atmet auch in der Dunkelphase und gibt Feuchtigkeit ab, und Geruch entsteht ebenfalls weiter. Wird die Abluft nachts ganz abgeschaltet, steigt die Luftfeuchtigkeit im Zelt an, was in der Blüte direkt das Schimmelrisiko erhöht. Ohne Lampenlast reicht aber eine deutlich niedrigere Stufe.
Es sind Schätzwerte auf Basis anerkannter Faustformeln, keine strömungstechnische Berechnung. Die tatsächliche Förderleistung hängt von der Kennlinie des konkreten Ventilators ab, also davon, wie viel er bei einem bestimmten Gegendruck noch schafft. Der Rechner legt alle Annahmen offen, damit du sie gegen das Datenblatt deines Geräts prüfen kannst.
Abluft & Zuluft · Aktivkohlefilter · Growbox & Growzelt · Umluft · Temperatur · VPD · Luftfeuchtigkeit
Wie der Aufbau insgesamt zusammenpasst, steht im Einsteiger-Leitfaden.