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Autoflowering (Selbstblühend)

BIOLOGIEANFÄNGERRUDERALISBLÜTE

Autoflowering-Sorten (auch „Autos" oder selbstblühende Sorten genannt) sind Cannabispflanzen, die unabhängig vom Lichtzyklus in die Blüte übergehen. Sie blühen also automatisch nach einer bestimmten Anzahl von Wochen seit der Keimung. Egal wie viele Stunden Licht sie täglich bekommen.

// WIE FUNKTIONIERT DAS?

Der Trick steckt in den Genen. Autoflowering-Sorten tragen Erbgut von Cannabis Ruderalis, einer Wildform aus Sibirien und Zentralasien. In diesen Regionen sind die Sommer kurz und unberechenbar. Also hat die Pflanze gelernt, nicht auf die Tageslichtlänge zu warten, sondern einfach nach einem bestimmten Alter zu blühen.

Dieses genetische Merkmal wurde durch Züchtung mit Indica- und Sativa-Sorten kombiniert, um die hohen Wirkstoffgehalte moderner Sorten mit dem automatischen Blühverhalten zu verbinden.

Kernmerkmal: Autoflower-Pflanzen blühen nach ca. 2–4 Wochen automatisch, unabhängig davon, ob du 12, 18 oder 20 Stunden Licht gibst.

// VORTEILE FÜR DEN HOMEGROW

// NACHTEILE UND EINSCHRÄNKUNGEN

Autoflower-Sorten verzeihen weniger Fehler als photoperiodische Sorten. Da sie nach einer festen Zeit blühen, gibt es keine Möglichkeit, die Vegetationsphase zu verlängern, wenn die Pflanze gestresst war oder langsam gewachsen ist. Das bedeutet: Stress durch Übergiessen, Nährstoffmangel oder Wurzelprobleme schlägt sich direkt auf den Ertrag nieder.

Außerdem ist der Ertrag pro Pflanze in der Regel etwas geringer als bei großen photoperiodischen Sorten. Mit mehreren Pflanzen und dem richtigen Setup lässt sich das aber gut ausgleichen.

// BELEUCHTUNG BEI AUTOFLOWERN

Da Autoflower nicht auf den Lichtzyklus angewiesen sind, kannst du theoretisch die ganze Zeit 18–20 Stunden Licht geben, durchgehend von der Keimung bis zur Ernte. Das maximiert das Wachstum und den Ertrag. Viele Grower fahren mit einem 18/6-Zyklus (18 Stunden Licht, 6 Stunden Dunkel) sehr gut.

Empfehlung für Einsteiger: Starte mit einer bewährten Autoflower-Sorte in einem 20-Liter-Topf, 18/6-Lichtzyklus und einer guten Grunderde. So sind die ersten Erfolge vorprogrammiert.

// AUTOFLOWER VS. PHOTOPERIODISCH

Der größte Unterschied: Photoperiodische Sorten blühen nur, wenn du den Lichtzyklus auf 12 Stunden Licht / 12 Stunden Dunkel umstellst. Das gibt dir volle Kontrolle über die Größe der Pflanze vor der Blüte. Autoflower nehmen dir diese Entscheidung ab. Das ist für Anfänger ein Segen, für erfahrene Grower aber manchmal eine Einschränkung.

// HÄUFIGE FRAGEN

Muss ich bei Autoflowering auf 12/12 umschalten?

Nein. Autoflower blühen zeitgesteuert und unabhängig vom Lichtzyklus. Üblich sind 18/6 oder 20/4 über den gesamten Durchgang, ein Umschalten würde nur Licht verschenken.

Wie lange dauert ein Autoflower-Durchgang?

Je nach Sorte grob zehn bis vierzehn Wochen von der Keimung bis zur Ernte. Die Pflanze hält sich dabei an ihre innere Uhr, unabhängig davon, wie sie steht.

Kann ich Autoflower trainieren?

Nur vorsichtig und früh. Weil die Blüte pünktlich einsetzt, kann die Pflanze eine Wachstumspause nicht mehr aufholen. Schonendes LST funktioniert, stärkere Eingriffe wie Topping kosten meist mehr, als sie bringen.

Warum sollte ich Autoflower nicht umtopfen?

Ein Umtopfschock kostet mehrere Tage Wachstum, die am Ende im Ertrag fehlen. Deshalb keimen und direkt in den Endtopf setzen.

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