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Das Cannabis Grow‑Lexikon

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HST (High Stress Training)

TRAININGTECHNIKFORTGESCHRITTENERTRAG

HST steht für High Stress Training, auf Deutsch: stressreiches Training. Im Gegensatz zu LST (Low Stress Training) werden beim HST Pflanzenteile beschädigt oder entfernt: Triebe werden gekappt, Stängel absichtlich gequetscht oder Äste stark umgebrochen. Die Pflanze reagiert mit intensivem Reparaturwachstum und einem Ausbruch an neuen Seitentrieben.

// WELCHE TECHNIKEN ZÄHLEN ZU HST?

// WARUM STRESS ZU MEHR ERTRAG FÜHREN KANN

HST nutzt die Überlebensstrategie der Pflanze. Nach einem starken Eingriff mobilisiert Cannabis alle Ressourcen für Reparatur und Wachstum. Kappt man den Haupttrieb, verliert die Pflanze ihren einzigen dominanten Blütenansatz und investiert in die Entwicklung vieler gleichwertiger Triebe. Das Resultat sind mehr Kolas und ein gleichmäßigeres Lichtprofil.

Wichtig: HST braucht Zeit zur Erholung. Nach jedem Eingriff vergehen 5–10 Tage, in denen die Pflanze kaum wächst. Deshalb ist HST nur für photoperiodische Sorten mit ausreichend Vegetationszeit empfohlen. Bei Autoflower fast immer kontraproduktiv.

// TIMING: WANN HST ANWENDEN?

// HST KOMBINIEREN MIT LST

Die stärksten Ergebnisse entstehen durch die Kombination: HST schafft viele gleichwertige Triebe, LST hält sie auf gleicher Höhe unter der Lampe. Topping + LST + SCROG ist eine klassische Kombination für maximale Lichtausnutzung auf einer fixen Anbaufläche.

// RISIKEN