| Typ | Hybride, stark indicabetont |
|---|---|
| Herkunft | Vereinigte Staaten, Mitte bis Ende der 1990er Jahre |
| Abstammung | Nicht abschließend geklärt, OG-Kush-Umfeld mit einer unbekannten indicabetonten Linie |
| Blütezeit | Etwa 8 bis 9 Wochen |
| Wuchs | Sehr gedrungen, kurze Internodien, breite Blätter, sehr dichte schwere Blüten |
| Aroma | Kaffee, Kakao, süßlich-erdig, leicht würzig |
| Anspruch | Gering, aber geringer Ertrag |
Bubba Kush fällt aus dem Rahmen. Während die meisten amerikanischen Linien dieser Zeit nach Treibstoff oder Zitrus riechen, geht sie in Richtung Kaffee und Kakao. Ihr Wuchs ist zudem so gedrungen, dass sie eher an eine Zimmerpflanze erinnert als an eine Hanfpflanze.
// HERKUNFT UND GESCHICHTE
Die Herkunft ist unklar. Die verbreitete Erzählung geht auf einen Steckling zurück, der in den 1990er Jahren unter dem Namen Bubba zirkulierte und angeblich aus einer Kreuzung von OG Kush mit einer unbekannten indicabetonten Pflanze hervorging, die aus dem Raum New Orleans stammen soll.
Belege dafür gibt es nicht. Die Angaben wechseln je nach Quelle, und die beteiligten Personen sind nicht eindeutig benannt. Was blieb, ist ein Klon, der über Jahrzehnte weitergegeben wurde, und eine Reihe von Ausprägungen, die unter Namen wie Pre-98 Bubba geführt werden.
Ein Klon, keine Saatgutlinie. Bubba Kush verbreitete sich ursprünglich als Steckling und nicht über Samen. Das ist typisch für die amerikanische Szene dieser Zeit und erklärt, warum die Abstammung im Dunkeln liegt: Es gab keinen Züchter, der eine Linie dokumentierte, sondern einen Schnitt, der weitergereicht wurde. Heute angebotenes Saatgut unter diesem Namen ist Nachzucht und entspricht nicht zwangsläufig dem ursprünglichen Klon.
// IM ANBAU
Bubba Kush ist die kompakteste Sorte auf dieser Seite. Sie bleibt niedrig, streckt sich kaum und eignet sich damit für sehr niedrige Zelte und für Situationen, in denen Diskretion zählt.
Der Preis dafür ist ein eher geringer Ertrag. Die Pflanze setzt wenig Masse an, die Blüten sind dafür außergewöhnlich dicht und schwer. Genau diese Dichte ist ihr Risiko: Botrytis beginnt bei solchen Blüten im Inneren und wird oft erst bemerkt, wenn sie sich bereits ausgebreitet hat. Tägliche Sichtkontrolle in den letzten Wochen ist angebracht.
Gezieltes Entlauben hilft bei dieser Wuchsform mehr als bei den meisten anderen Sorten, weil die breiten Blätter die inneren Blüten sonst vollständig abschatten.
// WAS DARAUS WURDE
Bubba Kush hat eine eigene kleine Familie begründet, darunter Bubba Fresh und zahlreiche regionale Varianten. Ihr größerer Beitrag ist aber das Aromaprofil: Sie zeigte, dass die erdig-süßliche Richtung nach Kaffee und Kakao eine eigene Nische neben Zitrus, Diesel und Beere bilden kann.
// HÄUFIGE FRAGEN
Woher stammt Bubba Kush?
Das ist nicht geklärt. Die verbreitete Erzählung nennt einen Steckling, der in den 1990er Jahren unter dem Namen Bubba zirkulierte und aus einer Kreuzung von OG Kush mit einer unbekannten indicabetonten Pflanze hervorgegangen sein soll. Belege dafür gibt es nicht.
Warum riecht Bubba Kush nach Kaffee?
Das ergibt sich aus ihrem Terpenprofil, das deutlich von den zitrus- und treibstofflastigen Linien derselben Zeit abweicht. Die erdig-süßliche Richtung nach Kaffee und Kakao gilt als ihr Erkennungsmerkmal.
Eignet sich Bubba Kush für kleine Zelte?
Sehr gut. Sie ist die kompakteste Sorte in dieser Übersicht, bleibt niedrig und streckt sich kaum. Der Ertrag fällt dafür eher gering aus, und die sehr dichten Blüten verlangen in der Spätblüte tägliche Kontrolle auf Botrytis.
Zu den Angaben: Blütezeit, Wuchshöhe und Aroma sind Richtwerte. Sie schwanken erheblich zwischen einzelnen Phänotypen, zwischen Saatgutbanken und je nach Anbaubedingungen. Zur Wirkung machen wir bewusst keine Angaben, weil sie sich nicht aus der Sortenbezeichnung ableiten lässt. Warum das so ist, steht im Artikel zu Genetik.