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Die Stammbäume hinter den Namen

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OG Kush

HYBRIDEKALIFORNIENSTAMMLINIESTRITTIG
TypHybride, leicht indicabetont
HerkunftKalifornien, Umfeld Lake Tahoe, etwa 1994
AbstammungUmstritten, am plausibelsten eine Selbstung aus der Chem-91-Linie
BlütezeitEtwa 8 bis 9 Wochen
WuchsMittelhoch, sparrig, lange Seitentriebe, schwere Blüten an dünnen Stielen
AromaZitrone, Kiefer, Treibstoff, würzig-erdig
AnspruchMittel bis hoch, anfällig für Mehltau

OG Kush ist die wichtigste Sorte der amerikanischen Westküste und eine der am häufigsten gekreuzten überhaupt. Ihr Name führt allerdings in die Irre: Mit den Gebirgslinien des Hindukusch hat sie nach heutigem Kenntnisstand nichts zu tun.

// HERKUNFT UND GESCHICHTE

Die am weitesten verbreitete und plausibelste Darstellung führt die Sorte in das Umfeld von Chemdawg zurück. Demnach gelangte um 1994 ein selbstbefruchteter Samen der Chem-91-Linie in die Region um Lake Tahoe in Kalifornien, aus dem die Pflanze hervorging, die später als OG Kush bekannt wurde. Für diese Version sprechen die Ähnlichkeit im Aroma und die räumliche wie zeitliche Nähe zur Chem-Familie.

Sicher ist das nicht. Konkurrierende Darstellungen existieren, Beteiligte sind verstorben, und Dokumente gibt es keine. Auch die Bedeutung des Kürzels OG ist umstritten. Gängig sind die Deutungen Ocean Grown, als Abgrenzung zum Anbau im Landesinneren, und Original Gangster als kulturelle Zuschreibung.

Der Name sagt nichts über die Genetik. Weder belegt Kush eine Abstammung aus dem Hindukusch, noch ist geklärt, wofür OG steht. Beides sind Bezeichnungen, die sich durchgesetzt haben, ohne je definiert worden zu sein. Die Abstammung aus der Chem-Familie ist die plausibelste, aber nicht die bewiesene Erklärung.

// IM ANBAU

OG Kush ist anspruchsvoller als ihr Ruf vermuten lässt. Sie wächst sparrig und ungleichmäßig, mit langen Seitentrieben, die schwere Blüten an vergleichsweise dünnen Stielen tragen. In der Spätblüte knicken diese ohne Stütze weg. Netze oder Stäbe gehören hier zur Grundausstattung.

Bekannt ist die Linie außerdem für ihre Anfälligkeit gegenüber echtem Mehltau. Guter Luftumlauf, ausreichender Pflanzenabstand und eine kontrollierte Luftfeuchtigkeit sind bei ihr keine Feinabstimmung, sondern Voraussetzung.

Die Nährstoffversorgung sollte eher zurückhaltend ausfallen. OG Kush zeigt Überdüngung schnell an den Blattspitzen.

// WAS DARAUS WURDE

Die Liste ist lang. Girl Scout Cookies wird üblicherweise als Kreuzung aus OG Kush und Durban Poison angegeben, und über GSC führt der Weg in hunderte weitere Sorten. Daneben existieren zahllose OG-Varianten wie SFV OG, Tahoe OG oder Fire OG.

OG Kush steht damit an derselben Stelle wie Skunk #1 in Europa: Sie ist der Punkt, ab dem sich die regionale Zucht auffächert.

// HÄUFIGE FRAGEN

Wofür steht OG bei OG Kush?

Das ist nicht geklärt. Die beiden gängigsten Deutungen sind Ocean Grown, als Abgrenzung zum Anbau im Landesinneren, und Original Gangster als kulturelle Zuschreibung. Eine belegte Herleitung gibt es nicht.

Stammt OG Kush wirklich aus dem Hindukusch?

Nach heutigem Kenntnisstand nicht. Die plausibelste Erklärung führt sie auf eine Selbstung aus der Chem-91-Linie zurück, die um 1994 in die Region um Lake Tahoe gelangte. Der Namensbestandteil Kush ist nicht geschützt und sagt nichts über die Abstammung aus.

Warum gilt OG Kush als anspruchsvoll?

Sie wächst sparrig, trägt schwere Blüten an dünnen Stielen, die ohne Stütze wegknicken, und ist deutlich anfälliger für echten Mehltau als viele andere Sorten. Guter Luftumlauf und kontrollierte Luftfeuchtigkeit sind bei ihr Pflicht.

Zu den Angaben: Blütezeit, Wuchshöhe und Aroma sind Richtwerte. Sie schwanken erheblich zwischen einzelnen Phänotypen, zwischen Saatgutbanken und je nach Anbaubedingungen. Zur Wirkung machen wir bewusst keine Angaben, weil sie sich nicht aus der Sortenbezeichnung ableiten lässt. Warum das so ist, steht im Artikel zu Genetik.

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