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Die Stammbäume hinter den Namen

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Girl Scout Cookies

HYBRIDEKALIFORNIENCOOKIESMODERN
TypHybride, leicht indicabetont
HerkunftRaum San Francisco Bay Area, Kalifornien, um 2010
AbstammungOG Kush × Durban Poison
BlütezeitEtwa 9 bis 10 Wochen
WuchsMittelhoch, kompakt verzweigt, kleinere dichte Blüten, oft violette Färbung
AromaSüß, teigig, minzig, mit erdiger und würziger Tiefe
AnspruchMittel, eher geringer Ertrag

Girl Scout Cookies, meist als GSC abgekürzt, entstand um 2010 im Raum San Francisco und hat das folgende Jahrzehnt stärker geprägt als jede andere Sorte. Bemerkenswert daran ist, dass sie das trotz eines für kommerzielle Verhältnisse eher bescheidenen Ertrags geschafft hat.

// HERKUNFT UND GESCHICHTE

Die Sorte wird der sogenannten Cookie Fam zugeschrieben, einem Züchterkreis aus der San Francisco Bay Area. Als Abstammung wird üblicherweise OG Kush gekreuzt mit Durban Poison angegeben.

Diese Kombination erklärt ihre Eigenschaften gut. Von OG Kush stammt die Struktur und das harzige Erscheinungsbild, von der südafrikanischen Landrasse die vergleichsweise kurze Blütezeit und ein Teil der aromatischen Schärfe.

Aus der Linie gingen mehrere benannte Ausprägungen hervor, von denen Thin Mint und Platinum die bekanntesten sind. Sie unterscheiden sich in Wuchs, Färbung und Aromaschwerpunkt.

// IM ANBAU

GSC liefert weniger Masse als klassische Ertragssorten, dafür außergewöhnlich harzige Blüten. Wer nach Gramm rechnet, wird enttäuscht sein, wer nach Qualität des Endprodukts rechnet, eher nicht. Für den Homegrow mit drei Pflanzen und der 50-Gramm-Grenze im Blick ist der moderate Ertrag ohnehin kein Nachteil.

Die Pflanze bleibt kompakt und verzweigt gleichmäßig, was sie für kleinere Zelte geeignet macht. Bei kühlen Nächten in der Spätblüte zeigt sie häufig violette Verfärbungen, die wie bei Blueberry auf Anthocyanen beruhen und nichts über die Qualität aussagen.

Die dichten Blüten verlangen in der Spätblüte Kontrolle der Luftfeuchtigkeit.

// WAS DARAUS WURDE

Die Cookies-Familie ist heute eine der größten überhaupt. Wedding Cake, Gelato, Sunset Sherbet und zahllose weitere Sorten gehen direkt oder indirekt auf GSC zurück. Wer sich das aktuelle Angebot ansieht, findet in einem erheblichen Teil der Stammbäume diesen Namen.

Bemerkenswert ist dabei die Kette: Von Chemdawg über OG Kush zu GSC und von dort in hunderte Sorten. Drei Schritte, und ein Großteil des modernen amerikanischen Angebots ist abgedeckt.

// HÄUFIGE FRAGEN

Aus welchen Sorten besteht Girl Scout Cookies?

Üblicherweise wird sie als Kreuzung aus OG Kush und Durban Poison angegeben. Von OG Kush stammt die Struktur und das harzige Erscheinungsbild, von der südafrikanischen Landrasse die kurze Blütezeit und ein Teil der aromatischen Schärfe.

Was sind Thin Mint und Platinum?

Benannte Ausprägungen aus der GSC-Linie, die sich in Wuchs, Färbung und Aromaschwerpunkt unterscheiden. Sie gehören zu den bekanntesten Selektionen der Sorte.

Warum ist GSC trotz geringem Ertrag so erfolgreich?

Weil sie außergewöhnlich harzige Blüten liefert und ein Aromaprofil mitbringt, das sich deutlich von den vorherigen Sorten abhob. Für den Homegrow mit drei Pflanzen ist der moderate Ertrag ohnehin selten das entscheidende Kriterium.

Zu den Angaben: Blütezeit, Wuchshöhe und Aroma sind Richtwerte. Sie schwanken erheblich zwischen einzelnen Phänotypen, zwischen Saatgutbanken und je nach Anbaubedingungen. Zur Wirkung machen wir bewusst keine Angaben, weil sie sich nicht aus der Sortenbezeichnung ableiten lässt. Warum das so ist, steht im Artikel zu Genetik.

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