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Die Stammbäume hinter den Namen

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Skunk #1

HYBRIDEKALIFORNIENGRÜNDERVATERSTABIL
TypStabilisierte Hybride, ausgewogen
HerkunftRaum Santa Cruz, Kalifornien, Mitte bis Ende der 1970er Jahre
AbstammungAfghanische Linie × Colombian Gold × Acapulco Gold
BlütezeitEtwa 8 bis 9 Wochen
WuchsMittelhoch, kräftig, gleichmäßige Seitentriebe, dichte Blüten
AromaStreng, süßlich-säuerlich, erdig, charakteristisch durchdringend
AnspruchGering, vererbt sehr gleichmäßig

Skunk #1 ist der wichtigste Name auf dieser ganzen Seite. Sie war die erste Cannabissorte, die ihre Eigenschaften zuverlässig an die nächste Generation weitergab. Damit endete das Zeitalter des Zufalls und die planbare Zucht begann.

// HERKUNFT UND GESCHICHTE

Entstanden ist sie in den Hügeln um Santa Cruz in Kalifornien, Mitte bis Ende der 1970er Jahre. Dahinter stand ein loses Kollektiv namens Sacred Seeds, in dessen Mittelpunkt der Züchter David Watson arbeitete, in der Szene besser bekannt als Sam the Skunkman.

Gearbeitet wurde mit drei Landrassen: einer robusten afghanischen Linie aus der Hindukusch-Region, dem Colombian Gold und dem mexikanischen Acapulco Gold. Die afghanische Seite lieferte Struktur, Harz und kurze Blütezeit, die beiden amerikanischen Linien Ertrag und aromatische Komplexität.

Entscheidend war aber nicht die Kreuzung selbst, sondern die Arbeit danach. Über viele Generationen wurde die Linie so weit stabilisiert, dass aus einer Tüte Samen nicht mehr ein Dutzend völlig verschiedener Pflanzen aufging, sondern ein einheitlicher Bestand. Genau das machte Saatgut erstmals zu einem verlässlichen Produkt.

1982 wurde Sacred Seeds von der Polizei ausgehoben. Watson ging in die Niederlande und brachte die Genetik mit. Dort traf sie auf Nevil Schoenmakers, der 1984 The Seed Bank gegründet hatte, aus der später Sensi Seeds hervorging. Von diesem Punkt an verbreitete sich Skunk #1 über Europa in die ganze Welt.

// IM ANBAU

Skunk #1 gilt bis heute als eine der dankbarsten Sorten für Einsteiger. Sie wächst gleichmäßig, verzeiht Fehler bei Wasser und Dünger und liefert verlässlich Ertrag. Der Stretch nach dem Umschalten ist moderat und gut einzuschätzen.

Der große Haken steckt im Namen. Der Geruch ist intensiv, durchdringend und setzt früh in der Blüte ein. Ohne ordentlich dimensionierten Aktivkohlefilter ist ein Skunk-Grow im Mehrfamilienhaus nicht diskret zu betreiben. Wie viel Leistung dafür nötig ist, rechnet der Abluft-Rechner aus.

// WAS DARAUS WURDE

Die Liste ihrer Nachkommen ist praktisch die Geschichte der modernen Zucht. Northern Lights wurde mit ihr gekreuzt, Super Silver Haze und Jack Herer tragen Skunk-Anteile, und über diese fast jede europäische Sorte der letzten dreißig Jahre.

Wenn heute eine Sortenbeschreibung von acht Wochen Blütezeit, gleichmäßigem Wuchs und verlässlichem Ertrag spricht, beschreibt sie Eigenschaften, die in den 1970er Jahren in Kalifornien zusammengeführt wurden.

// HÄUFIGE FRAGEN

Was macht Skunk #1 historisch so wichtig?

Sie war die erste Sorte, die ihre Eigenschaften zuverlässig vererbte. Vorher gingen aus einer Tüte Samen sehr unterschiedliche Pflanzen auf. Mit einer stabilisierten Linie wurde Saatgut erstmals planbar, und darauf beruht die gesamte spätere Zucht.

Aus welchen Sorten besteht Skunk #1?

Aus einer afghanischen Landrasse aus der Hindukusch-Region, Colombian Gold und Acapulco Gold. Die afghanische Seite brachte Struktur, Harz und kurze Blütezeit, die beiden amerikanischen Linien Ertrag und Aroma.

Riecht Skunk wirklich so stark?

Ja, der Name ist Programm. Der Geruch setzt früh in der Blüte ein und ist durchdringend. Ein richtig dimensionierter Aktivkohlefilter ist bei dieser Genetik keine Komfortfrage, sondern Voraussetzung für einen diskreten Anbau.

Zu den Angaben: Blütezeit, Wuchshöhe und Aroma sind Richtwerte. Sie schwanken erheblich zwischen einzelnen Phänotypen, zwischen Saatgutbanken und je nach Anbaubedingungen. Zur Wirkung machen wir bewusst keine Angaben, weil sie sich nicht aus der Sortenbezeichnung ableiten lässt. Warum das so ist, steht im Artikel zu Genetik.

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