| Typ | Landrasse, schmalblättrig |
|---|---|
| Herkunft | Region um Acapulco im Bundesstaat Guerrero, Mexiko |
| Abstammung | Reine Landrasse, keine Kreuzung |
| Blütezeit | Etwa 10 bis 12 Wochen |
| Wuchs | Hoch, kräftig verzweigt, weniger extrem gestreckt als tropische Äquatorlinien |
| Aroma | Süßlich, würzig, mit deutlicher Note nach karamellisiertem Zucker |
| Anspruch | Mittel, mag Wärme und Trockenheit |
Acapulco Gold war in den 1960er und 1970er Jahren in Nordamerika ein Begriff. Der Name stammt von der goldbraunen Färbung, die getrocknete Blüten dieser mexikanischen Landrasse annahmen. Heute ist die Sorte vor allem deshalb interessant, weil sie am Anfang der modernen Zucht steht.
// HERKUNFT UND GESCHICHTE
Die Region um Acapulco im mexikanischen Bundesstaat Guerrero war über Jahrzehnte ein Zentrum des Cannabisanbaus. Das warme, eher trockene Klima brachte Pflanzen hervor, die kräftiger und früher fertig waren als die Äquatorlinien aus Südostasien, ohne deren extreme Wuchshöhe zu erreichen.
Ihre historische Bedeutung liegt in dem, was in Kalifornien daraus wurde. Das Züchterkollektiv Sacred Seeds arbeitete in den 1970er Jahren in den Hügeln um Santa Cruz mit drei Landrassen: einer afghanischen Linie aus der Hindukusch-Region, Colombian Gold und Acapulco Gold. Aus dieser Kombination entstand Skunk #1, die erste breit verfügbare stabilisierte Hybridlinie.
Acapulco Gold steuerte dabei vor allem Ertrag, eine vergleichsweise zügige Reife und den aromatischen Charakter bei.
Was heute unter diesem Namen verkauft wird, ist in den seltensten Fällen die ursprüngliche Landrasse. Nach Jahrzehnten der Kreuzung und Vermarktung sind reine mexikanische Linien im Handel kaum noch zu finden. Die meisten Angebote sind Rückzüchtungen oder Hybriden, die den Namen als Aromabeschreibung führen.
// IM ANBAU
Acapulco Gold bevorzugt Wärme und eher trockene Luft, was der Herkunft entspricht. Unter mitteleuropäischen Freilandbedingungen wird sie mit zehn bis zwölf Wochen Blütezeit knapp, im Zelt ist sie dagegen gut zu handhaben, solange genug Höhe da ist.
Die Blüten bleiben lockerer als bei afghanischen Linien, was das Schimmelrisiko senkt, aber auch bedeutet, dass das Erntegewicht optisch weniger hermacht. Wer den Ertrag steigern will, arbeitet mit Topping und LST, um mehrere gleichmäßige Haupttriebe aufzubauen.
// WAS DARAUS WURDE
Über Skunk #1 ist Acapulco Gold indirekt an fast jeder modernen Sorte beteiligt. Das ist ein gutes Beispiel dafür, wie Landrassen wirken: Sie verschwinden als eigenständige Sorte vom Markt, ihre Eigenschaften bleiben aber über Kreuzungen dauerhaft erhalten.
// HÄUFIGE FRAGEN
Woher kommt der Name Acapulco Gold?
Von der goldbraunen Färbung, die getrocknete Blüten dieser Landrasse annehmen, zusammen mit der Herkunftsregion um Acapulco im mexikanischen Bundesstaat Guerrero.
Ist Acapulco Gold heute noch erhältlich?
Als reine Landrasse kaum. Was im Handel unter diesem Namen läuft, sind meist Rückzüchtungen oder Hybriden. Reine mexikanische Linien sind über Jahrzehnte der Kreuzung weitgehend aus dem kommerziellen Angebot verschwunden.
Welche Rolle spielte Acapulco Gold bei Skunk #1?
Sie war eine der drei Ausgangssorten, mit denen das Kollektiv Sacred Seeds in Kalifornien arbeitete, neben einer afghanischen Linie und Colombian Gold. Acapulco Gold steuerte vor allem Ertrag, zügige Reife und den aromatischen Charakter bei.
Zu den Angaben: Blütezeit, Wuchshöhe und Aroma sind Richtwerte. Sie schwanken erheblich zwischen einzelnen Phänotypen, zwischen Saatgutbanken und je nach Anbaubedingungen. Zur Wirkung machen wir bewusst keine Angaben, weil sie sich nicht aus der Sortenbezeichnung ableiten lässt. Warum das so ist, steht im Artikel zu Genetik.