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Growmigo Maskottchen, eine Cannabisblüte mit Sonnenbrille SORTEN

Die Stammbäume hinter den Namen

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Afghani

LANDRASSEAFGHANISTANBREITBLÄTTRIGGRUNDLAGE
TypLandrasse, breitblättrig (klassisch als Indica bezeichnet)
HerkunftAfghanistan und angrenzendes Pakistan, Tallagen und Vorgebirge
AbstammungReine Landrasse, keine Kreuzung
BlütezeitEtwa 7 bis 9 Wochen
WuchsNiedrig und breit, kurze Abstände zwischen den Nodien, dicke Stängel, sehr breite dunkelgrüne Blätter
AromaErdig, süßlich, würzig, deutlich haschischartig
AnspruchGering, robust und fehlerverzeihend

Afghani ist keine einzelne Sorte, sondern der Sammelbegriff für die breitblättrigen Cannabis-Populationen aus Afghanistan und dem angrenzenden Pakistan. Sie sind der genetische Rohstoff, aus dem die moderne Hybridzucht überhaupt erst möglich wurde. Praktisch jede Sorte mit kurzer Blütezeit und dichten, harzigen Blüten trägt Afghani-Anteile in sich.

// HERKUNFT UND GESCHICHTE

In Afghanistan wurde Cannabis über Jahrhunderte nicht für den Rauchkonsum der Blüten angebaut, sondern zur Haschischgewinnung. Gezüchtet wurde also auf Harzertrag, nicht auf Blütenform. Genau das erklärt die Eigenschaften der Pflanze: dicke Harzdrüsen, kompakter Wuchs, enorme Widerstandsfähigkeit.

Das Klima tat den Rest. Kurze, heiße Sommer mit starkem Tag-Nacht-Unterschied und ein früher Wintereinbruch erlaubten keine lange Blütezeit. Pflanzen, die nicht rechtzeitig fertig wurden, gaben ihre Gene nicht weiter. Über viele Generationen entstand so eine Population, die in sieben bis neun Wochen durch ist, während tropische Verwandte drei Monate und länger brauchen.

In den 1960er und 1970er Jahren brachten Reisende auf dem sogenannten Hippie Trail Saatgut aus der Region nach Nordamerika und Europa. Dort traf die kurze Blütezeit auf tropische Sorten mit hohem Ertrag, und aus dieser Kombination entstand die gesamte moderne Zucht.

// IM ANBAU

Afghani gilt als eine der unkompliziertesten Genetiken überhaupt und ist deshalb auch heute noch eine sinnvolle Wahl für einen ersten Durchgang. Die Pflanze bleibt niedrig, was sie für niedrige Zelte prädestiniert, und der Stretch nach dem Umschalten fällt moderat aus.

Der kompakte Wuchs hat allerdings eine Kehrseite. Dichte Blüten und breite, überlappende Blätter halten Feuchtigkeit fest. In der Spätblüte ist deshalb konsequente Absenkung der Luftfeuchtigkeit und guter Luftumlauf nötig, sonst droht Botrytis von innen heraus. Gezieltes Entlauben ist bei dieser Wuchsform meist sinnvoller als bei schlanken Genetiken.

Nährstoffe verträgt Afghani eher zurückhaltend. Die Pflanze zeigt Nährstoffbrand schneller als tropische Linien, weshalb eine vorsichtige Dosierung angebracht ist.

// WAS DARAUS WURDE

Ohne Afghani gäbe es Skunk #1 nicht, und ohne Skunk #1 kaum eine der Sorten, die heute im Handel stehen. Die Afghani-Anteile lieferten dort Struktur, Harz und die kurze Blütezeit, während die amerikanischen Sativas Ertrag und Aroma beisteuerten.

Auch Northern Lights und Hindu Kush beruhen unmittelbar auf diesem Genpool. Wer heute eine Sorte mit acht Wochen Blütezeit anbaut, profitiert von einer Anpassung, die in den Tälern Afghanistans über Jahrhunderte entstanden ist.

// HÄUFIGE FRAGEN

Ist Afghani dasselbe wie Hindu Kush?

Die Begriffe überschneiden sich stark und werden im Handel oft synonym verwendet. Afghani bezeichnet allgemein die breitblättrigen Populationen Afghanistans, Hindu Kush enger die Linien aus dem gleichnamigen Gebirgszug. Botanisch stammen beide aus demselben Genpool.

Warum blüht Afghani so viel schneller als tropische Sorten?

Weil das Klima es erzwungen hat. In Afghanistan sind die Sommer kurz und der Winter kommt früh. Pflanzen, die nicht rechtzeitig reif wurden, konnten sich nicht fortpflanzen. Über viele Generationen hat sich dadurch eine Blütezeit von sieben bis neun Wochen herausgebildet.

Eignet sich Afghani für Anfänger?

Ja, sie gehört zu den robustesten Genetiken. Sie bleibt kompakt, verzeiht Fehler und ist schnell fertig. Einziger Stolperstein sind die dichten Blüten, die in der Spätblüte konsequente Kontrolle der Luftfeuchtigkeit verlangen.

Zu den Angaben: Blütezeit, Wuchshöhe und Aroma sind Richtwerte. Sie schwanken erheblich zwischen einzelnen Phänotypen, zwischen Saatgutbanken und je nach Anbaubedingungen. Zur Wirkung machen wir bewusst keine Angaben, weil sie sich nicht aus der Sortenbezeichnung ableiten lässt. Warum das so ist, steht im Artikel zu Genetik.

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