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Growmigo Maskottchen, eine Cannabisblüte mit Sonnenbrille SORTEN

Die Stammbäume hinter den Namen

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Malawi Gold

LANDRASSEMALAWIAFRIKAEXTREM
TypLandrasse, schmalblättrig
HerkunftMalawi, südöstliches Afrika
AbstammungReine Landrasse, keine Kreuzung
BlütezeitEtwa 13 bis 16 Wochen, teils länger
WuchsSehr groß und kräftig, stark verzweigt, im Freiland baumartig
AromaSüßlich, fruchtig, würzig, mit deutlicher tropischer Note
AnspruchSehr hoch, nur mit Platz, Zeit und Erfahrung

Malawi Gold, lokal als Chamba bekannt, stammt aus dem südöstlichen Afrika und gehört zu den markantesten Landrassen überhaupt. Sie ist bekannt für außergewöhnlich kräftigen Wuchs, dichte Harzbildung und eine Blütezeit, die selbst tropische Verhältnisse ausreizt.

// HERKUNFT UND GESCHICHTE

In Malawi wird Cannabis traditionell im Freiland angebaut, unter Bedingungen, die europäischen Growern fremd sind: intensive Sonneneinstrahlung, lange Wachstumsperioden, nährstoffarme Böden. Die Pflanzen haben sich darauf mit enormer Wuchskraft und einer dicken Harzschicht eingestellt.

Bekannt wurde die Sorte im Westen über den traditionellen Handel in gepressten Formen. In der Züchterszene gilt sie als eine der reinsten und am wenigsten durchmischten afrikanischen Linien, was sie für Erhaltungsprojekte interessant macht.

// IM ANBAU

Malawi Gold ist keine Sorte für ein Growzelt im Wohnzimmer. Mit dreizehn bis sechzehn Wochen Blütezeit und einem Streckungswachstum, das jedes übliche Zelt sprengt, ist sie im Innenanbau nur mit erheblichem Aufwand und konsequentem ScrOG zu führen.

Im mitteleuropäischen Freiland wird sie nicht reif. Wer sie trotzdem anbauen möchte, braucht ein Gewächshaus und die Bereitschaft, die Blütephase künstlich einzuleiten, um überhaupt eine Chance auf eine Ernte zu haben.

Dafür ist sie außerordentlich widerstandsfähig. Hitze, Trockenperioden und Schädlingsdruck steckt sie besser weg als praktisch jede Hybridsorte, und die lockeren Blüten sind kaum von Schimmel betroffen.

// WAS DARAUS WURDE

Malawi Gold ist ein Beispiel für eine Landrasse, deren Bedeutung weniger in ihren Nachkommen als in ihrem Erhalt liegt. Weil sie kaum durchmischt ist, dient sie Züchtern als genetische Rückfallebene, wenn moderne Hybriden an ihre Grenzen stoßen, etwa bei Krankheitsresistenz.

Kommerziell spielt sie eine Nebenrolle. Für den durchschnittlichen Homegrow ist sie schlicht unpraktikabel, und genau deshalb blieb sie von der Vermarktungsmaschinerie weitgehend unberührt.

// HÄUFIGE FRAGEN

Kann ich Malawi Gold in Deutschland anbauen?

Im Freiland praktisch nicht, sie wird hier nicht rechtzeitig reif. Im Innenanbau ist es mit viel Höhe, konsequentem ScrOG und der Bereitschaft zu einer sehr langen Blütephase möglich, aber aufwendig.

Was bedeutet Chamba?

Chamba ist die in Malawi gebräuchliche lokale Bezeichnung für Cannabis. Die Sorte wird dort unter diesem Namen geführt, Malawi Gold ist eher die westliche Handelsbezeichnung.

Warum ist Malawi Gold für Züchter interessant?

Weil sie zu den am wenigsten durchmischten Landrassen gehört. In solchen Populationen steckt genetische Vielfalt, die in stark durchgezüchteten Hybriden verloren gegangen ist, etwa im Hinblick auf Widerstandsfähigkeit gegen Hitze und Schädlinge.

Zu den Angaben: Blütezeit, Wuchshöhe und Aroma sind Richtwerte. Sie schwanken erheblich zwischen einzelnen Phänotypen, zwischen Saatgutbanken und je nach Anbaubedingungen. Zur Wirkung machen wir bewusst keine Angaben, weil sie sich nicht aus der Sortenbezeichnung ableiten lässt. Warum das so ist, steht im Artikel zu Genetik.

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