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Growmigo Maskottchen, eine Cannabisblüte mit Sonnenbrille SORTEN

Die Stammbäume hinter den Namen

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Thai

LANDRASSETHAILANDSCHMALBLÄTTRIGLANGE BLÜTE
TypLandrasse, schmalblättrig (klassisch als Sativa bezeichnet)
HerkunftThailand, tropisches Tiefland und Hügelregionen
AbstammungReine Landrasse, keine Kreuzung
BlütezeitEtwa 12 bis 16 Wochen, teils deutlich länger
WuchsSehr hoch und schlank, große Abstände zwischen den Nodien, schmale, lange Blattfinger
AromaZitrus, Zitronengras, süßlich-würzig, teils erdig
AnspruchHoch, braucht Platz, Geduld und Erfahrung

Thai steht für die Cannabis-Populationen Thailands und damit für das genaue Gegenteil der afghanischen Linien. Am Äquator ändert sich die Tageslänge kaum über das Jahr, und Frost gibt es nicht. Die Pflanze hatte also nie einen Grund, sich zu beeilen, und wuchs stattdessen in Rekordhöhen.

// HERKUNFT UND GESCHICHTE

In Thailand wurde Cannabis traditionell angebaut und in einer eigenen Form gehandelt: die Blüten wurden um dünne Stäbe gebunden und getrocknet. Diese sogenannten Thai Sticks wurden in den 1960er und 1970er Jahren über Soldaten und Reisende in den Westen gebracht und galten dort lange als das Maß der Dinge.

Für den Anbau in Europa oder Nordamerika war die reine Thai allerdings kaum brauchbar. Eine Blütezeit von vier Monaten und mehr ist im Freiland nördlich der Subtropen nicht zu Ende zu bringen, und drinnen sprengte die Wuchshöhe jeden Raum.

Genau deshalb wurde sie gekreuzt. Thai-Anteile gingen in die ursprüngliche Haze ein und über diese in einen erheblichen Teil der späteren Zuchtlinien.

// IM ANBAU

Thai ist nichts für einen ersten Durchgang. Die Pflanze streckt sich nach dem Umschalten auf 12/12 um ein Vielfaches, gern auf das Drei- bis Vierfache ihrer Ausgangshöhe. Wer sie indoor führen will, braucht Trainingsmethoden wie ScrOG oder LST, und zwar von Anfang an.

Dafür verträgt sie Bedingungen, an denen andere Genetiken scheitern. Hohe Temperaturen und hohe Luftfeuchtigkeit machen ihr wenig aus, die lockeren, langgestreckten Blüten sind kaum schimmelanfällig. Im tropischen Freiland ist sie überlegen, im europäischen Herbst wird sie dagegen fast nie rechtzeitig fertig.

Nährstoffe braucht sie über einen sehr langen Zeitraum in moderater Dosierung. Ein Blütedünger, der auf acht Wochen ausgelegt ist, reicht hier schlicht nicht.

// WAS DARAUS WURDE

Die wichtigste Spur führt zu Haze, in die Thai-Genetik einfloss und die zur Grundlage der gesamten Haze-Familie wurde. Über Super Silver Haze und Jack Herer wirkt dieser Einfluss bis heute fort.

Reine Thai-Linien sind im Handel selten geworden. Was heute unter diesem Namen angeboten wird, ist meist eine Rückzüchtung oder eine Kreuzung, die den ursprünglichen Charakter nur noch andeutet.

// HÄUFIGE FRAGEN

Warum blüht Thai so lange?

Weil am Äquator die Tageslänge über das Jahr kaum schwankt und es keinen Frost gibt. Es gab also keinen Selektionsdruck in Richtung schneller Reife. Eine Blütezeit von zwölf bis sechzehn Wochen ist bei diesen Populationen normal.

Kann ich Thai in Deutschland outdoor anbauen?

In aller Regel nicht bis zur Reife. Die Blütezeit reicht weit in den Winter hinein, und die feuchte Herbstwitterung setzt der Pflanze zu. Für europäisches Freiland sind früh fertige Genetiken die realistische Wahl.

Was waren Thai Sticks?

Eine traditionelle Handelsform aus Thailand, bei der die Blüten um dünne Stäbe gebunden und getrocknet wurden. In den 1960er und 1970er Jahren gelangten sie in den Westen und prägten dort maßgeblich den Ruf thailändischer Genetik.

Zu den Angaben: Blütezeit, Wuchshöhe und Aroma sind Richtwerte. Sie schwanken erheblich zwischen einzelnen Phänotypen, zwischen Saatgutbanken und je nach Anbaubedingungen. Zur Wirkung machen wir bewusst keine Angaben, weil sie sich nicht aus der Sortenbezeichnung ableiten lässt. Warum das so ist, steht im Artikel zu Genetik.

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