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Anbauvereinigung (CSC)

// KEIN RECHTSRAT · HAFTUNGSAUSSCHLUSS Die Inhalte dieser Seite dienen ausschließlich der allgemeinen Information und Wissensvermittlung. Sie stellen keine Rechtsberatung dar und begründen kein Mandatsverhältnis. Trotz sorgfältiger Recherche können Vollständigkeit, Richtigkeit und Aktualität nicht garantiert werden, da sich Gesetze und deren Auslegung ändern können. Für verbindliche Auskünfte zu deiner individuellen rechtlichen Situation wende dich an eine zugelassene Rechtsanwältin oder einen zugelassenen Rechtsanwalt. Growmigo übernimmt keine Haftung für Handlungen, die auf Basis dieser Informationen vorgenommen werden.

RECHTCSCDEUTSCHLAND

Eine Anbauvereinigung, auch als Cannabis Social Club (CSC) bezeichnet, ist ein nicht-kommerzieller eingetragener Verein, der gemeinschaftlich Cannabis für seine Mitglieder anbaut und an diese weitergibt. Das Konsumcannabisgesetz ermöglicht Anbauvereinigungen seit dem 1. Juli 2024. Sie stellen die einzige legale Möglichkeit dar, Cannabis von einer anderen Person oder Organisation zu beziehen, ohne selbst anzubauen.

// WIE EINE ANBAUVEREINIGUNG FUNKTIONIERT

Unterschied zum Homegrow: Beim Homegrow baust du selbst an. In einer Anbauvereinigung baut der Verein an und du erhältst als Mitglied Cannabis. Beides ist gleichzeitig möglich, aber die Mengen addieren sich zur persönlichen Gesamtbesitzgrenze.

// VORAUSSETZUNGEN FÜR DIE MITGLIEDSCHAFT

// JUGENDSCHUTZ IN ANBAUVEREINIGUNGEN

Anbauvereinigungen sind verpflichtet, Jugendschutzbeauftragte zu benennen und Schutzmaßnahmen umzusetzen. Minderjährige dürfen weder Mitglied sein noch Zugang zu den Anbauflächen oder Ausgabestellen haben. In der Nähe von Schulen, Kindergärten und Spielplätzen dürfen Anbauvereinigungen keine Ausgaben vornehmen.

// GRÜNDUNG EINER ANBAUVEREINIGUNG

Die Gründung erfordert die Eintragung als eingetragener Verein (e.V.) sowie eine behördliche Genehmigung. Die zuständige Behörde variiert je nach Bundesland. Der Prozess umfasst unter anderem ein Sicherheitskonzept, Nachweise zur Finanzierung und ein Präventionskonzept.

// ANBAUVEREINIGUNG VS. HOMEGROW

// HÄUFIGE FRAGEN

Wie viel Cannabis darf ich von einer Anbauvereinigung beziehen?

Mitglieder dürfen höchstens 25 Gramm pro Tag und 50 Gramm pro Monat erhalten. Für Mitglieder zwischen 18 und 21 Jahren gilt eine niedrigere Monatsgrenze und eine Beschränkung des THC-Gehalts.

Darf ich gleichzeitig Mitglied sein und zuhause anbauen?

Ja, beides schließt sich nicht aus. Die Mengen werden aber getrennt betrachtet: Die Besitzgrenze in der Wohnung gilt unabhängig davon, woher das Cannabis stammt.

Kann ich in mehreren Anbauvereinigungen Mitglied sein?

Nein. Eine Mitgliedschaft in mehreren Vereinigungen gleichzeitig ist ausgeschlossen, damit die Abgabemengen nicht umgangen werden können.

Wie wird eine Anbauvereinigung gegründet?

Sie muss als eingetragener Verein oder Genossenschaft organisiert sein, nicht auf Gewinn ausgerichtet arbeiten und eine behördliche Erlaubnis einholen. Dazu gehören ein Präventionskonzept und eine benannte präventionsbeauftragte Person.

Hinweis: Nicht alle Bundesländer haben die Umsetzung von Anbauvereinigungen gleich geregelt. Die Anzahl genehmigter Vereine und Wartelisten variieren stark. Aktuelle Informationen gibt es bei der zuständigen Behörde deines Bundeslandes.

→ Gesetzestext: §§ 11 ff. KCanG auf gesetze-im-internet.de

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