| Typ | Stabilisierte Hybride, leicht sativabetont |
|---|---|
| Herkunft | Niederlande, veröffentlicht 1992 von Serious Seeds |
| Abstammung | Kolumbianische × mexikanische × thailändische × afghanische Linien |
| Blütezeit | Etwa 8 bis 9 Wochen |
| Wuchs | Mittelhoch, kräftiger dominanter Haupttrieb, kompakte harzige Blüten |
| Aroma | Süßlich, blumig, würzig, mit erdiger Grundnote |
| Anspruch | Gering bis mittel, sehr gleichmäßig |
AK-47 wurde 1992 von Serious Seeds unter dem Züchter Simon veröffentlicht und gehört zu den meistausgezeichneten Sorten der 1990er Jahre. Sie vereint Landrassen aus vier Regionen in einer Linie, die trotzdem erstaunlich gleichmäßig vererbt.
// HERKUNFT UND GESCHICHTE
Die Zusammensetzung wird üblicherweise mit kolumbianischen, mexikanischen, thailändischen und afghanischen Anteilen angegeben. Die drei amerikanisch-asiatischen Linien liefern Wuchsform und Aromatik, der afghanische Anteil sorgt für die vergleichsweise kurze Blütezeit und die Harzbildung.
Serious Seeds war in den 1990er Jahren einer der kleineren, aber einflussreichsten niederländischen Anbieter. Neben AK-47 stammt von dort auch Chronic, ebenfalls ein Klassiker dieser Zeit.
Der martialische Name war von Anfang an eine Marketingentscheidung und hat mit der Genetik nichts zu tun. Er hat der Sorte Aufmerksamkeit verschafft und sie zugleich in Teilen der Öffentlichkeit angreifbar gemacht.
// IM ANBAU
AK-47 gilt als unkompliziert und sehr gleichmäßig, was für eine Kreuzung aus vier Linien bemerkenswert ist. Sie bildet einen dominanten Haupttrieb aus, der beim Anbau im Zelt schnell Richtung Lampe wächst. Topping oder LST in der Vegetationsphase verteilt das Wachstum gleichmäßiger.
Die Blüten werden sehr kompakt und harzig. Wie bei allen dichten Genetiken ist das in der Spätblüte ein Thema für die Luftfeuchtigkeit. Der Geruch ist kräftig, aber weniger durchdringend als bei Skunk #1.
// WAS DARAUS WURDE
AK-47 wurde vielfach als Kreuzungspartner eingesetzt. Das bekannteste Ergebnis ist White Russian, eine Kombination aus AK-47 und White Widow, die in den späten 1990er Jahren selbst zum Klassiker wurde.
Innerhalb der Linie entstanden zudem Weiterentwicklungen wie AK-48 und zahlreiche Selektionen anderer Anbieter, die den Namen aufgreifen.
// HÄUFIGE FRAGEN
Woher stammt der Name AK-47?
Er war eine reine Marketingentscheidung des Züchters und hat keinen Bezug zur Genetik oder Herkunft der Sorte. Er hat ihr viel Aufmerksamkeit verschafft, sie aber auch angreifbar gemacht.
Aus welchen Linien besteht AK-47?
Aus kolumbianischen, mexikanischen, thailändischen und afghanischen Anteilen. Die ersten drei liefern Wuchsform und Aroma, der afghanische Anteil sorgt für die kurze Blütezeit und die starke Harzbildung.
Ist AK-47 schwierig anzubauen?
Nein, AK-47 gilt als unkompliziert und vererbt trotz der vier Ausgangslinien sehr gleichmäßig. Zu beachten ist der dominante Haupttrieb, der im Zelt schnell Richtung Lampe wächst und mit Topping oder LST ausgeglichen werden sollte.
Zu den Angaben: Blütezeit, Wuchshöhe und Aroma sind Richtwerte. Sie schwanken erheblich zwischen einzelnen Phänotypen, zwischen Saatgutbanken und je nach Anbaubedingungen. Zur Wirkung machen wir bewusst keine Angaben, weil sie sich nicht aus der Sortenbezeichnung ableiten lässt. Warum das so ist, steht im Artikel zu Genetik.